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Vierzig Rosen.
An _____ Sonntagnachmittag lagen die Tanten wie geschlachtete Stopfgänse auf _____ Uferwiese. Sie schnarchelten selig, und zart berührten sich die Flügelspitzen _____ Hauben. Papa saß auf der Terrasse, seine Hände lagen auf _____ Lehnen des Korbsessels, und von der gekrümmten Asche seiner Zigarre stieg _____ Rauch wie _____ Strick in die Sommerluft hinauf. Luise, von der Kocherei erschöpft, war am Küchentisch eingeschlafen. Nichts rührte sich, _____ Schilfhalm, _____ Blättchen. Sogar die Vögel waren verstummt. Da setzte sich Mariechen auf ihren Stein, stützte _____ Ellbogen auf _____ Knie und _____ Kinn in _____ Hand. Wie eine leerlaufende Platte, die auf _____ Grammophon vor sich hin röchelt, kam der Nachmittag nicht vom Fleck, und Mariechen, ganz allein, saß auf einem Stein, einem Stein. Hockte da, sann vor sich hin, und da nichts, aber auch gar nichts geschah, ging ihr _____ Langweile durch Mark und Bein. (Quelle: HÜRLIMANN, Thomas. Vierzig Rosen. Fischer Taschenbuch Verlag: Frankfurt am Main, 2008. Seite 45.)